Ergebnisse

Die Ergebnisse aus unserem Projekt sind unterschiedlichste Lösungsstrategien und Ideen, um für das Themenfeld Diskriminierung zu sensibilisieren und dieser entgegenzuwirken.

An dieser Stelle möchten wir euch einige der im Projekt mit Teilnehmenden gemeinsam entwickelten und umgesetzten Lösungsideen und Ansätze präsentieren und euch herzlich dazu einladen, diese weiter zu denken und zu entwickeln.

Zum Abschluss des Projektes werden die Ergebnisse in einer gesammelten (interaktiven) Ausstellung in der Stadtteilgalerie "Goethe 45" präsentiert.

Unser Ideenparcours

Eins der Ergebnisse aus dem Projekt ist auch gleichzeitig ein von uns viel genutztes Format: Der selbst entwickelte Ideenparcours in unserem KreAktivlabor!
Für den Ideenparcours kann man sich während der gesamten Projektlaufzeit einzeln oder als Gruppe anmelden. In ihm besteht die Möglichkeit, auf unterschiedlichste Bereiche und Orte. sowie Personengruppen und Merkmale, aufgrund derer Menschen Diskriminierung erfahren, einzugehen. Der Parcours kann als Tool dafür dienen, konkrete fiktive Erfahrungen zu beschreiben oder aber reale eigene Erfahrungen einzubringen, um für diese Lösungsideen zu sammeln und entwickeln. Die konkreten Momente in denen Diskriminierung stattfindet, haben sich für unsere Arbeit als sehr zentral erwiesen, da sich für lebensnahe Beispiele leichter spezifischeLösungsansätze entwickeln lassen. Zum Ideenparcours gehört ein im Raum installierter Arbeitsbereich,  in dem an den Wänden visualisierte verschiedene Gedanken vorheriger Teilnehmender weiterhin bestehen bleiben, sodass auch auf Distanz (während der Corona-Pandemie) ein Austausch besteht. Auch die Ergebnisse werden an den Wänden des Labors ausgehängt, sodass diese von anderen Besuchenden des Projektes gesehen werden. 

Sammlung verschiedener Ideen aus unserem Ideenparcour

Von "mehr Arabisch-Unterricht an Bremerhavener Schulen" bis hin zur Idee einer "interkulturellen Fahrschule" - in unserem Ideen-Parcours sind Teilnehmende schon auf die unterschiedlichsten Ideen gekommen, um auf verschiedene Probleme zu reagieren. Einige davon setzen wir bereits um und stellen sie euch auf dieser Seite vor. Wir möchten jedoch auch die veröffentlichen, die sich in unserem Projekt nicht umsetzen ließen, um im besten Fall auch nach Abschluss des Projektes eine Umsetzung der Gedanken anzuregen oder zum Weiterdenken einzuladen. Darum findet ihr die gesammelten Lösungsideen nach Abschluss des Projektes in einem Sammelband im Pädagogischen Zentrum e.V.! Bis dahin hängen sie an den Wänden unseres KreAktivlabors und werden sich zum Abschluss des Projektes auch in unserer Ausstellung wiederfinden lassen.

Gemeinschafts-Skulpturen

Entstanden sind auch verschiedene gemeinschaftlich erarbeitete Skulpturen. So haben sich beispielsweise Kinder mit der Frage beschäftigt "Was hilft dabei, sich frei zu fühlen?" und ihre Gedanken hierzu auf selbstgebastelte Papiervögel geschrieben. Eine andere Skulptur ist eine Verarbeitung der Antworten aus einer Umfrage, während unserer Teilnahme an einer Veranstaltung des "Weltpavillon". Die Antworten wurden auf künstlerische Art und Weise zu einer Visualisierung von Antidiskriminierungsarbeit verarbeitet. Hierbei wurden die negativen Folgen von Diskriminierung zu Regentropfen und auf einem Regenschirm wurden die Antworten zu der Frage "Was schützt vor Diskriminierung?" aufbereitet.

Straßenumfrage mit Studierenden der Hochschule Bremerhaven

Zusammen mit Studierenden der Hochschule Bremerhaven haben wir eine kleine Straßenumfrage durchgeführt, bei der wir von Passanten wissen wollten, was sie mit dem Begriff "Diskriminierung" verbinden und wie sie ihn verstehen. Während unserer Projektarbeit ist uns nämlich aufgefallen, dass die Auffassungen darüber, was Diskriminierung sein kann, sehr unterschiedlich ausfallen können. Auffallend während der Umfrage war außerdem, dass ein Großteil der Menschen sich zu dem Thema nicht öffentlich äußern wollte und es äußerst schwierig war, hierzu Freiwillige zu finden. Wer sich bereit erklärt hat, seht ihr im Clip.

Malkurse

Beim Treffen mit dem Projekt der AWO "In my Art" stellte sich heraus, dass die Kolleg:innen im Rahmen ihres Projektes darauf aufmerksam geworden sind, dass es in Bremerhaven kaum kostenlose Angebote für Kinder gibt, bei denen diese die Möglichkeit haben, sich künstlerisch kreativ auszuleben. Wir haben diesen Umstand aufgegriffen und kurzerhand für die Projektlaufzeit ein solches kostenloses Angebot eingerichtet. Im Rahmen dieser Mal und Bastel-Kurse sind viele wunderbare Bilder und Skulpturen entstanden.

Kunstwerke zum Thema

Nicht nur die Kinder aus den Mal- und Skulpturenkursen haben bei uns verschiedene Kunstwerke zu den Projektinhalten erstellt. Auch erwachsene Teilnehmer:innen haben ihre Auseinandersetzung mit dem Thema in großformatigen Skulpturen und Gemälden verarbeitet. Diese sind über die Projektlaufzeit auch in den Fenstern unserer Projekträume ausgestellt. Zum Ende des Projektes werden sie in einer abschließenden 2-wöchigen Austellung, gemeinsam mit den anderen Projektergebnissen, in der Stadtteilgalerie "Goethe 45" zu sehen sein.

Interviews

Die von uns geführten Befragungen und Interviews haben nicht nur anonym, sondern auch in Gesprächsrunden vor Ort, innerhalb des Ideenparcours oder via Straßenumfrage stattgefunden. Einige der von uns geführten Interviews haben wir auch filmisch festgehalten. Die in den unterschiedlichen Befragungen und Gesprächen erhaltenen Informationen dokumentieren wir in unserem KreAktiv-Labor und nutzen diese laufend bei der Planung der verschiedenen Projektaktivitäten. Die gefilmten Interviews sollen verschiedene Blickwinkel und Gedanken unterschiedlicher Akteur:innen in Bremerhaven aufzeigen. 

Sammlung anonymer Diskriminierungserfahrungen

Wir haben Bremerhavener:innen auf unterschiedliche Art und Weise nach ihren Diskriminierungserfahrungen befragt. Diese Befragungen haben zum einen via analogem Umfragebogen stattgefunden, aber auch über ein anonymes Online-Formular, dem Aufruf Erfahrungen per Sprachnachricht an das Projekthandy zu senden, aber auch in Gesprächsrunden und anonymen "(Aus)Kotztüten" vor Ort. Durch die anonyme Veröffentlichung dieser Erfahrungen möchten wir für die unterschiedlichen konkreten Diskriminierungsdimensionen sensibilisieren und diese nachvollziehbar und sichtbar machen. Für uns sind sie außerdem wichtiger Bestandteil des Projektes, weil sie die Grundlage zur kreativen Ideenfindung bieten. Einblicke in diese unterschiedlichen Erfahrungen findest du  hier!

Verschiedene Medienaktionen

Innerhalb unserer Workshops haben wir mit Hilfe verschiedener Kreativmethoden schon viele Entwürfe für Slogans und Symbole für unser Projekt erarbeiten können. Diese haben wir dann auf unterschiedliche Gegenstände drucken lassen, mit Hilfe derer sich die Inhalte unseres Projektes super verbreiten lassen.

Infomaterial zum Thema Diskriminierung

Während der Projektarbeit wird uns immer wieder bewusst, dass bezüglich des Themas eine große Unsicherheit besteht, auch weil viele Begriffe, wie auch "Diskriminierung", oft unklar sind, oder sehr unterschiedlich definiert werden. Die Bandbreite an unterschiedlichen Merkmalen und Dimensionen, mit denen Diskriminierung in Verbindung stehen kann, sind häufig nicht bekannt genug, was auch bei der Entwicklung von Lösungsideen Schwierigkeiten bereitet. Es wundert also wenig, dass auch Ergebnis unserer Workshops die Erstellung von verschiedenen Infomaterialien war.

Interkulturelles Kochbuch

Bei einem Workshop zum Thema: "Interkulturalität im eigenen Unternehmen" ergab sich, dass die Mitarbeitenden besonders das gemeinsame Kochen und Teilen von Speisen als Moment empfanden, in denen ihnen Interkulturalität besonders bewusst wird und ein gemeinsames Essen ein Moment ist, in dem viel Austausch geschieht und diesen begünstigt.

Kultur ist längst nicht nur etwas, was durch Herkunftsländer geprägt wird. Kultur ist auch etwas, was sich stetig wandelt und verändert. Sie spiegelt sich nicht nur in Materiellem (wie Essen) wieder, sondern kann auch in Wertvorstellungen und Bedeutungszuschreibungen in Zusammenhang stehen. Über diese erfährt man besonders in persönlichem Austausch etwas. Weshalb Teil dieser Idee auch durch das gemeinsame Essen angeregte Gespräche sind.

Unterschiedliche kulturelle Einflüsse können sich auch in Koch-Rezepten widerspiegeln. So gibt es an ein und demselben Ort ganz unterschiedliche Interpretationen von ein und demselben Gericht. Es gibt Gerichte die kreative Kombinationen traditioneller Speisen sind und auch alte Familienrezepte, die unverändert immer noch gern gegessen werden. Im Workshop kam Teilnehmenden so die Idee, ein Kochbuch zu erstellen, in das alle Mitarbeitenden eigene Rezepte schreiben können und man Inspiration zum Nachkochen, gemeinsam kochen und auch Anregung zum neu kombinieren findet. 

Geschmäcker sind verschieden, Traditionen sind verschieden, aber dennoch kann ein gemeinsames an den Tisch kommen dazu führen sich mehr auszutauschen, einander besser kennen zu lernen, zusammen zu lachen, zu genießen, neues zu lernen, sich selbst besser zu verstehen. In diesen Gesprächen kann sich über Unterschiede und Gemeinsamkeiten ausgetauscht werden, das Wissen  und die Erfahrungen von allen werden so erweitert. 

Das Kochbuch, soll jedem Mitarbeitenden eine Möglichkeit geben seine Lieblingsrezepte, den eigenen Geschmack, sowie Anregungen für das nächste gemeinsame Essen zu teilen.

Wie findet ihr die Idee? Wäre sie auch was für eure Arbeitgebenden oder vielleicht auch für die Nachbarschaft, Schule/KiTa?

Ergebnisse aus unseren Workshops

Aus unseren zahlreichen Workshops zu unterschiedlichen Schwerpunkten sind viele verschiedene Ergebnisse entstanden. Diese sind Reaktionen, auf die jeweiligen Problemstellungen, die Grundlage für die Workshops waren. Aus den vielen Workshops zu den Themen Diskriminierung auf dem Wohn-, & Arbeitsmarkt ist somit ein Infoblatt zum Zusammenhang von Angaben in Formularen und verschiedenen Diskriminierungsmomenten geworden. Das Infoblatt ist aufgebaut wie ein Formular zur Angabe personenbezogener Daten und soll so anschaulich Einblicke ermöglichen, in welchen Momenten hier Zusammenhänge zu möglichen Diskriminierungen bestehen können.

Ein weiteres Ergebnis ist ein Infoblatt zu "derailenden" (also entgleisenden) Gesprächsstrategien, denen sich Menschen, die von diskriminierenden Erfahrungen, oder Momenten sprechen, häufig konfrontiert sehen. Auch hier werden Informationen über die Wirkweisen der diskriminierenden Gesprächsführung angeboten, aber auch die mit Teilnehmenden gemeinsam entwickelten kreativen Antwortmöglichkeiten auf häufig auftretende derailing-Taktiken sind mit aufgeführt. Darüber hinaus ist das Infoblatt insgesamt als Lösungsstrategie zu verstehen. Eingesetzt werden soll es in Momenten in denen einer Person auffällt, dass ihr gegenüber derailende Gesprächsstrategien anwendet, diese erkennt und sich in dem Moment nach Bedarf dem Gespräch entziehen kann. Dem Gegenüber kann hierbei das Infoblatt übergeben werden, sodass die derailende Person die Möglichkeit hat sich eigenständig über das Thema zu informieren. 

Ein weiteres Ergebnis aus unseren Veranstaltungen ist ein Set aus Refllexionskarten für Personen, die sich in beruflicher Hinsicht, oder auch privat mit dem Thema beschäftigen möchten und zu verschiedenen Schwerpunkten wie beispielsweise: Toleranz, Zuhören, Anerkennung von Wissen und Repräsentation, selbst hinterfragen möchten, um zu prüfen wie sie zu diesen Fähigkeiten, die wir in einem interdisziplinärem Team erarbeitet haben, stehen.  Mit Hilfe der auf den Karten zu findenden Reflexionsfragen, kann man für sich allein oder in einer Gruppe zu den unterschiedlichen Schwerpunkten Inspiration zum reflektieren finden. 

Gesprächsstrategie: fragt euch!

Aus dem in unsererem Ideenparcours häufig geäußerten Wunsch nach einem breitereren Angebot an Freizeit-Begegnungsorten und dem Wunsch mehr neue Bekanntschaften zu schließen, ist unsere Idee entstanden, einen Workshop namens "Beat&Greet" im Rahmen eines Musikfestivals im "Beet" stattfinden zu lassen. Hierbei sollten mit einer Methode, ähnlich dem Speed-Dating, ein unverfängliches Miteinander-ins-Gespräch-kommen unterstützt werden. Dazu haben wir ein Kartenspiel vorbereitet, bei dem unverfängliche Fragen gesprächsanregend wirken sollen und unterstützend eingesetzt werden können, falls der Gesprächsfluss abbrechen sollte.

Medienaktion zu gerechter Sprache

Eine Gruppe Studierender aus dem Studiengang "Digitale Medienproduktion" der Hochschule Bremerhaven hat bei ihrer Beschäftigung zum Thema Diskriminierung  ein besonderes Interesse für den Bereich gendersensible Sprache entwickelt. Mit dieser Thematik haben sie sich im Rahmen unseres Projektes daraufhin weitergehend beschäftigt und auf den Bereich Sexismus in der Werbung ausgeweitet. Das in der Auseinandersetzung entstandene Infomaterial, sowie Genaueres zur Aktion erfahrt ihr hier.

Kurzfilme / gefilmte Projektdokumentation

Während der Projektlaufzeit entstandene kurze Zusammenschnitte unserer Arbeit und Aktivitäten findet ihr wenn ihr hier klickt.

Kinospot

Im Rahmen unseres Projektes haben wir gemeinsam mit Teilnehmenden einen Kinowerbespot im Studio von Radio Weser-TV gedreht, die uns tatkräftig in dessen Erstellung und Produktion unterstützt haben.
Ziel des Kinospots war eine kurze Zusammenfassung der Arbeistweisen die uns und den Teilnehmenden wichtig waren, wenn es darum geht KreAKtiv gegen Diskriminierung zu sein. Den fertigen Spot findet ihr hier!